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Anwendung einer Mustererkennung auf transiente Körperschallsignale

Mittwoch (21.06.2017)
14:08 - 14:11 Uhr

14:08 - 14:11 Uhr

In dieser Veröffentlichung wird eine Signalverarbeitung zur Erkennung strukturschädigender Angriffe auf eine Automatenhülle vorgestellt. Automaten im öffentlichen Raum sind immer wieder das Ziel von kriminellen Aktivitäten. Als Beispiel seien Parkscheinautomaten (PSA) angeführt, die aufgrund der Bargeld-Aufbewahrungsfunktion in den Fokus von organisierten Täterbanden und Einzelpersonen rücken. Von den Tätern werden unterschiedliche Angriffsmethoden mit Werkzeugen wie Schneidbrennern, Vorschlaghämmern, Metallsägen oder Brechstangen verwendet. Die Automaten werden dabei teils irreparabel zerstört und können nur noch teilweise oder gar nicht mehr ihrer ursprünglichen Verwendung entsprechend genutzt werden. Dies zieht neben den Reparatur- unter Umständen auch hohe Ausfallkosten nach sich. Der Fokus liegt daher insbesondere auf der frühzeitigen Erkennung und Meldung von gewaltsamen Aufbruchversuchen und Vandalismus. Bei diesen Angriffen entstehen transiente Körperschallsignale, die von einer piezoelektrischen Folie in ein elektrisches Signal gewandelt werden. In Anhängigkeit der Angriffsart entstehen charakteristische Körperschallsignale mit wiederkehrenden Mustern, die eine Klassifikation des Signals ermöglichen. Hierfür wird eine Mustererkennung verwendet, die auf Methoden der Sprachsignalverarbeitung aufbaut. Die Signale werden dabei zur Entstehungszeit aufgenommen und verarbeitet, da eine nachträgliche Erkennung eines Angriffs nicht vorgesehen ist. Dies macht eine fortlaufende Echtzeit-Analyse der Sensorsignale notwendig.

 

Sprecher/Referent:
Johann Harmstorf
Universität Bremen
Weitere Autoren/Referenten:
  • Rolf Klemm
    Universität Bremen
  • Prof. Dr. Karl-Ludwig Krieger
    Universität Bremen